U12: Eine sehr bittere Pille
02.11.2011
Es gibt sicherlich reizvollere Aufgaben, als die 1:13 Niederlage einer Junioren-Mannschaft zu kommentieren, die einem ans Herz gewachsen ist. Aber, letztlich muss man sich der Realität stellen und die Lehren aus solchermassen unglücklich verlaufenen Spielen ziehen. Zu Beginn möchte ich jedoch die positiven Aspekte dieser Partie - die es zweifellos auch gab - in den Vordergrund stellen. Gegen einen sehr starken FCB vermochte unser U12-Team die Vorgaben der Trainer zumindest während der ersten 10 Minuten recht gut erfüllen. Bei Ballbesitz des Gegners wurden die Räume geschlossen und auch in der Offensive gelangen uns einige gute, schnelle Aktionen. Ebenso vermochten wir dem FCB in der zweiten Halbzeit, die separat betrachtet (nur) noch mit 1:4 verloren ging, ungefähr in unserer wahren Stärke entgegen zu treten. Dazwischen ging unserer U12 leider jede Zuordnung verloren und auch mental erfolgte ein kollektiver Einbruch. Es war, als ob den Spielern jemand mit dem Hammer auf den Kopf geschlagen hätte. So gelangen uns die einfachsten Dinge nicht mehr und wir erhielten zwischen der 12. und 22. Min. nicht weniger als sechs Gegentreffer. Zur Halbzeit stand es gar 0:9 und dementsprechend geknickt sassen die Jungs beim Pausentee. Angesichts dieser schwierigen Ausgangslage, war (die zumindest teilweise erfolgte) Reaktion unseres Teams in der zweiten Halbzeit doch recht lobenswert. Trotzdem erteilte uns der FCB in spielerischer Hinsicht, vor allem punkto Raumaufteilung, schnelles Abspiel und Passgenauigkeit auch in diesem Abschnitt eine deutliche Lektion. Kein Wunder also, dass sich auf unserer Seite die notwendige Leidenschaft und Kampfbereitschaft auch hier nicht mehr so richtig einstellen wollte. Gesamthaft betrachtet müssen wir feststellen, dass unser U12-Team noch weit vom Leistungsvermögen des FCB entfernt ist. Dies dürfte u.a. auch an der Zusammensetzung der Mannschaft liegen, die fast nur offensiv ausgerichtete Spieler umfasst. Ebenso fehlen dem Team jene mental starken Leaderfiguren, die es in schwierigen Situationen aufzufangen und anzutreiben vermögen. Im Verlauf der Herbstrunde brauchte es oft nur einen U13-Spieler, der diese Aufgabe erfüllte, um die Leistungen der Mannschaft markant zu steigern. (KS)
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