2. LIGA FRAUEN: WINTERMEISTER!

FC Erlinsbach–FC Concordia Basel 0:1 (0:0)

Nach der bitteren Niederlage gegen OB vor Wochenfrist - die aber im Nachhinein irgendwie auch ihre guten Seiten hatte - war bei den Congeli Ladies nur eines angesagt: Wiedergutmachung und die Rückeroberung der Tabellenspitze. Mit dem 1:0-Sieg auswärts gegen das zweitplatzierte Erlinsbach ist dies dem Team von Alessandro Mastroianni auch eindrücklich gelungen.Es lief bereits die Schlussviertelstunde. Der Schneefall wurde heftiger, die Sicht immer schlechter. Degen schlug einen Auskick zu Atesli, welche den Ball direkt an Wiederkehr weiterleitete. Die Stürmerin liess sich nicht zweimal bitten und schob den Ball an der Erlinsbacher Hüterin ins Tor. Der Jubel war gross, es war die Erlösung wie auch der verdiente Lohn für eine gute zweite Hälfte.Denn in der Pausenansprache war Coach Alessandro Mastroianni nicht ganz zufrieden mit der Leistung seines Teams. Die ersten rund zwanzig Minuten von Congeli waren gut, die Baslerinnen wurden von ihrem Coach hervorragend auf die Spielweise des Gegners eingestellt. Erlinsbach konnte kaum einen ihrer berüchtigten langen Bälle schlagen. Doch in den zwanzig Minuten vor der Pause verlor Congeli plötzlich ein wenig der Faden und liess das Heimteam ins Spiel kommen. Statt einfach zu spielen machten es die Baslerinnen kompliziert, sie standen weiter weg an den Gegnerinnen, was denen Räume eröffneten. Zwei gute Chancen nach Eckbällen konnte Erlinsbach nicht verwerten. In der 34. Minute flog dann Degen durch die Luft und in den Matsch, parierte aber den Schuss einer Erlinsbacherin. So ging es mit dem 0:0 in die Pause. Die zweite Hälfte ist dann eigentlich schnell erzählt und nichts für schwache Nerven. Congeli drückte auf den erlösenden Treffer, stand defensiv sicher und liess nichts mehr nennenswertes mehr anbrennen. Spannend war es trotzdem, denn Erlinsbach war ein unangenehmer Gegner, mit teilweise rüden Fouls und kämpferischem Einsatz. So blieb es nach dem erlösenden Treffer von Wiederkehr bei dem knappen, aber durchaus verdienten 1:0-Sieg der Baslerinnen. Es ist bezeichnend, spielt Congeli im weissen Auswärtsdress, behalten die Ladies ihre weisse Weste. Allez hopp!

 

FRAUEN 2. LIGA: FC CONCORDIA BASEL-BSC OLD BOYS 1:4 (0:3)

Am Sonntag war wieder einmal Derbystimmung im Joggeli. Die Old Boys waren zu Gast. Congeli war sich der Wichtigkeit dieses Spiels bewusst. Die Blau-Weissen lagen vor diesem Spiel noch ungeschlagen an der Tabellenspitze und wollten dies eigentlich auch bleiben. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Anstatt von dieser Tatsache beflügelt zu sein, wirkte sie sich auf das Spiel des Leaders lähmend aus.Es waren keine zwei Minuten gespielt, da zappelte der Ball bereits im langen Eck von Congeli. Und nach sechs Minuten dann bereits der KO-Schlag, 2:0 für OB. Das hatte sich Congeli definitiv anders vorgestellt. Aber statt etwas dagegen zu unternehmen, war in der ersten Halbzeit von der hintersten bis zur vordersten Position definitiv ein sehr grosser Wurm drin. Nichts passte zusammen, viele Fehler und wenig Laufbereitschaft machte es OB leicht, das Spiel zu dominieren. Mit gütiger Mithilfe von Degen, die einen Schuss vor sich abprallen liess, stand es zur Pause 3:0 für die Gäste. Die deutliche Pausenansprache bewirkte dann ein Aufwachen von Congeli in der zweiten Halbzeit, man war den Gegnerinnen von der Schützenmatte wenigstens ebenbürtig. Doch wirklich Gefahr konnte das Heimteam nie wirklich erzeugen, zu umständlich agierte man vor dem gegnerischen Tor. Ein Kopfball von Gonzaga auf Flanke von Sigl war noch das einzig nennenswerte, das vor dem OB-Tor in der zweiten Hälfte passierte. Ein schöner Sonntagsschuss war der vierte OB-Treffer. Kurz vor Schluss dann endlich doch noch ein Schuss von Congeli: Atesli traf aus rund 20 Metern zur Resultatkosmetik von 1:4 aus Sicht von Congeli.Die erste Saisonniederlage ist damit Tatsache geworden, ausgerechnet im Derby. Aber was einem nicht umbringt, macht einem stark. Vielleicht tönt dies nach einer Floskel, doch Niederlagen sind bekanntlich dazu da, um daraus zu lernen. Dies wird die Aufgabe in der kommenden Woche sein. Denn am Samstag wartet auswärts mit Erlinsbach der nächste Verfolger. Es warten auch drei Punkte, die aus dem Aargau entführt werden sollen. Auf geht's! sd

 

FRAUEN BASLER CUP: FC LAUSEN-FC CONCORDIA BASEL (VIERTELFINAL BASLER CUP) 0:7 (0:3)

Die Ladies stehen im Halbfinal Gegen den Drittligisten Lausen ging es am Donnerstag im Basler Cup um den Einzug ins Halbfinal. Die Congeli-Frauen sind Titelverteidiger in dem seit einem Jahr existierenden Wettweberb in der Region Basel. Statt grosser Vorfreude auf einen Cupfight plagten im Vorfeld Congeli Personalprobleme. So reiste Alessandro Mastroianni mit nur gerade elf Spielerinnen ins Oberbaselbiet. Die zwölfte Spielerin traf dann zu Spielbeginn zum Glück noch ein. Mit Annemie Kostezer spielte eine eigentliche Congeli-Akteurin auf Seiten der Gegnerinnen, was die Affiche nicht minder speziell machte.Die Gäste begannen nervös und brauchten eine gute Viertelstunde, um ins Spiel zu kommen. Doch was lange währt...Greber fasste sich in der 18. Minute ein Herz und ein Schuss. Dieser segelte wunderschön ins Tor - 1:0 aus Sicht von Congeli. Der Knoten war gelöst und die Baslerinnen spielten von nun an befreit auf. Gewohnt sicheres Spiel, sie liessen Lausen laufen. Nur vier Minuten nach dem Führungstreffer ein Eckball für Congeli: Elia trat an der Eckfahne an, ihr Eckball wurde länger und länger und landete letztlich zum Erstauenen aller im Tor! Ein unglaublicher Treffer! Die junge Flügelspielerin fühlte sich auf dem tiefen Lausner Boden anscheinend sehr wohl, denn nach einer halben Stunde durfte sie sich einen weiteren Treffer gutschreiben lassen. Wie das erste Tor war es ein schöner Weitschuss aus rund 20 Metern, der den Weg ins Tor fand. Der Favorit führte zur Pause beruhigend 3:0. Doch so einfach, wie das auf dem Papier aussieht, war es dann doch nicht. Der Unterklassige machte den Baslerinnen das Leben zuweilen mehr oder weniger schwer. Mit langen Bällen in die Spitze versuchten sie, die Abwehr zu düpieren. Doch wirklich gefährlich wurde es vor dem Basler Tor nie.In der zweiten Halbzeit brauchte der Zweitligist dann keine Angewöhnungszeit mehr: keine Minute nach Wiederanpfiff rushte Gonzaga von der rechten Seite in den Strafraum, passte in die Mitte und am zweiten Pfosten lauerte Elia, die mit dem 4:0 ihren Hattrick perfekt machte. Danach bekam Hubmann einen Schlag auf das Knie und musste das Spielfeld vorübergehend für über zehn Minuten verlassen. Da bereits Billington, die ihr erstes Spiel nach überstandener Kreuzbandverletzung spielte, auch bereits draussen sass, spielte Congeli in der Folge nur noch zu Zehnt. Dies stellte Congeli jedoch vor keine grösseren Probleme, im Gegenteil. In der 55. Minute war es die wirblige Gonzaga, die ein schönes Solo zum 5:0 abschloss. Spätestens dann war Lausen ausgeknockt und vermochte nicht mehr gross etwas dagegen zu setzen. Die Gäste sparten in der Folge ihre Kräfte für die anstehenden Aufgaben in der Meisterschaft. Vincenz und Atesli trafen in der 70. und 91. Minute zum verdienten 7:0-Endstand. sd

 

2. Liga Frauen: Der Fluch ist besiegt

FC Concordia Basel - FC Niederbipp 6:0 (3:0)

 

In der vierten Runde der Meisterschaft war der FC Niederbipp zu Gast im Joggeli. Die Solothurnerinnen waren in der vergangenen Saison der unbequemste Gegner von Congeli, galt gemeinhin auch als Angstgegner der Baslerinnen. Vor allem die 1:4-Auswärtsniederlage im Frühling schmerzte die Spielerinnen von Coach Alessandro Mastroianni. Das Resultat war das eine, aber wie es zustande kam das andere.

Aber nun ist es eine neue Saison und eine andere Ausgangslage. Concordia ging aufgrund der Tabelle (1. mit einem Torverhältnis von 19:0) als Favorit in die Partie und wurde dieser Rolle im Verlaufe der gesamten Partie auch gerecht. Bereits in der 2. Minute wurde Wiederkehr regelwidrig von den Beinen geholt, Gonzaga trat den Penalty souverän zum 1:0. Dies gab den Baslerinnen Sicherheit und Mumm. Ein frühes Führungstor haben sie sich gewünscht, denn eine gewisse Nervosität war im Vorfeld durchaus zu spüren gewesen. Die Verteidigerin sah überdies die gelbe Karte und Congeli spielte so die nächsten zehn Minuten in Überzahl. Nur fünf Minuten nach der Führung war dann Wiederkehr selbst für das 2:0 besorgt. Allemann gab einen mustergültigen Pass dazu. Congeli war ganz klar Herr und Meister auf dem Platz und liess den Ball gewohnt laufen - und die Niederbipperinnen liefen hinterher. Sigl, Gonzaga und Atesli hatten weitere gute Möglichkeiten. Nach einem unnötigen Eckball nach einer Viertelstunde für Niederbipp begann aber eine komische Phase der Baslerinnen. Obwohl mit zwei Toren in Führung, liessen sie plötzlich ihre Sicherheit vermissen und machten sich das Leben selber schwer. Doch nennenswerte Torchancen für Niederbipp gab es vorerst keine, Congeli konnte sich immer wieder befreien. In der 29. Minute jedoch tankte sich die Niederbipper Stürmerin an der Strafraumgrenze durch die Abwehr, Degen konnte den Flachschuss gerade noch parieren, auch, weil sie zum Glück relativ weit vorne stand und den Winkel entscheidend verkürzte. Das war wie ein Weckruf für die Baslerinnen. Denn im Gegenstoss trat Atesli eine Flanke auf Allemann, welche keine Mühe hatte, den Ball im Tor unter zu bringen.

Nach der Pause zog Congeli wieder sein gewohnt sicheres Spiel auf, liess Ball und Gegnerinnen laufen, stand defensiv gewohnt sicher. Greber hatte zwei gute Möglichkeiten (59. / 61.) kurz nacheinander, doch die Torhüterin von Niederbipp war mit starken Paraden zur Stelle. So waren es Wiederkehr (55.), Eissa (63.) und Sprunger (77.), welche für den verdienten 6:0-Endstand besorgt waren. sd

 

1/8-Final Basler Cup Frauen: FC Telegraph-FC Concordia Basel 0:9 (0:6)

Auf dem Bachgraben empfing der Viertligist FC Telegraph die Congeli Ladies am vergangenen Freitagabend zum Cup-Achtelfinal. Für die Titelverteidigerinnen vom Joggeli war der Fall klar: Gegnerinnen nicht unterschätzen, eigenes Spiel auf- und durchziehen und im Abschluss effizient sein.

In der ersten Halbzeit wurde dies gut in die Tag umgesetzt, auch wenn das Zusammenspiel hie und da noch ein bisschen besser hätte klappen dürfen. Atesli sorgte mit einem Doppelschlag (10./11.) mittels zwei schönen Weitschüssen für die richtige Rangordnung auf dem Platz. Telegraph stand tief in der eigenen Hälfte, Degen beobachtete das Spiel teilweise von der Mittellinie aus. Der Viertligist spielte überdies in der ersten Halbzeit nur zu Zehnt. Es dauerte dann bis zur 23. Minute, ehe Wiederkehr das 3:0 gelang. Danach erhöhte nochmals die Nummer 11 sowie Gonzaga und Sprunger zum 6:0-Pausenstand.

Nach der Pause war dann auch Telegraph komplett. Somit versuchten sie, ihre schnelle und technisch starke Stürmerin mit der Nummer 14 immer wieder zu lancieren. Doch vorne stand sie auf alleine auf weiter Flur und Congeli schaffte es - wenn auch manchmal mit Mühe - sie zu stoppen. Degen bekam somit nicht einen Ball zu halten. Atesli (46./60.) sowie Hubmann (71.) sorgten für den hochverdienten 9:0-Endstand. sd

 

Die Viertelfinal-Partie wird am Wochenende vom 6./7. Oktober ausgetragen.

 

Frauen 2. Liga: Dritter Sieg im dritten Spiel

Wieder einmal stand bei den FCC-Frauen ein regionales Derby an. Am Sonntagmittag reisten die Ladies ins nahe Therwil auf den Känelboden. Die Spiele gegen die Gelb-Schwarzen waren in der Vergangenheit stets umkämpft und oft resultierte ein Unentschieden. Dass die Therwilerinnen Personalsorgen plagen, auch in der 1. Mannschaft, ist auch bis ins Joggeli durchgedrungen. Sie verloren vier Tage zuvor den Basler Cup Achtelfinal gegen Ligakonkurrent Old Boys gleich mit 0:9. Die Congel-Frauen liessen sich von solchen Resultaten aber nicht irritieren. Denn sie wissen zu gut, dass alles zuerst gespielt werden muss. Nach den beiden Startsiegen gegen Turgi und Blustavia waren die Gäste aber trotzdem optimistisch, drei Punkte aus Therwil mitzunehmen.

 

So begannen sie auch ihr Spiel. Gewohnt sicher und druckvoll. Bereits in der 6. Minute verbuchte Wiederkehr einen Lattenschuss. Ein erstes Ausrufezeichen seitens der Gäste. Das Heimteam war mit über der Hälfte von Juniorinnen besetzt. Dementsprechend defensiv agierten sie, was Congeli die nötigen Räume eröffnete, ihr Spiel aufzuziehen. Es dauerte dann auch nicht lange, bis Congeli jubeln durfte. In der 8. Minute war es Sigl, die den Ball an Torhüterin Jeanine Roth über die Linie spedierte. Es dauerte dann bis zur 30. Minute, ehe Atesli das 2:0 erzielte. In dieser Zeit war es Congeli, dass das Spiel bestimmte, die Gegnerinnen viel zum laufen zwang und etliche gute Torchancen verbuchte. Dass es aber so lange dauerte, bis Congeli seine Überlegenheit in Tore ummünzen konnte, lag einerseits daran, dass die Abschlüsse zu unpräzise waren - aber vor allem lag es auch an einer starken Therwiler Torhüterin, die die Schüsse von Wiederkehr, Greber und Atesli mit Bravour parierte. Die junge Therwiler Mannschaft durfte sich also bei ihrer Schlussfrau bedanken, dass das Resultat zur Pause nur 0:3 aus ihrer Sicht hiess. Vor dem Pausenpfiff versenkte Gonzaga einen etwas fragwürdigen Elfmeter sicher.

 

Nach dem Pausentee hatte Congeli Mühe, wieder ihr gewohnt sicheres Spiel aufzuziehen. Zu wenig Bewegung und offensive Kreativität und wiederum eine starke Jeanine Roth verhinderten das längst fällige vierte Congeli-Tor. Eine Viertelstunde vor Schluss zündete dann Congeli nochmals den Turbo und knüpfte an die Leistungen der ersten Halbzeit an. Atesli (75.) und zwei Mal Wiederkehr (85./87) erhöhten auf den letztlich verdienten 6:0-Endstand.

 

Congeli darf mit der gezeigten Leistung zufrieden sein. Wichtig für die nächsten Spiele wird sein, die Konzentration und die Entschlossenheit über 90 Minuten konstant aufrecht zu erhalten. Wichtig ist aber auch, dass Congeli mit diesem Sieg (und einem Spiel weniger) wieder die Tabelle anführt: Verlustpunktelos und mit einem sagenhaften Torverhältnis von 19:0!

Am nächsten Freitag trifft das Team von Alessandro Mastroianni im Basler Cup Viertelfinal auswärts auf den Viertligisten FC Telegraph (19:30 Uhr, Bachgraben, Allschwil). sd

 

FC Therwil - FC Concordia Basel 0:6 (0:3)

 

Frauen 2. Liga: Stadtbasler Derby

Es war ein klassisches Duell David gegen Goliath, Congeli gegen die FCB-Frauen. Die beiden Teams kennen sich gut, trainieren sie doch beide auf den Feldern der St. Jakob Sportanlagen. Auf der Homepage des FC Basel wurde im Vorfeld noch orakelt, wer die Oberhand behält. So wurde geschrieben, dass der Cup seine eigenen Gesetze habe. Das kann schon mal zutreffen, aber der Unterschied zwischen einem Zweitligist und einem NLA-Team sind in allen Belangen so gross, dass alles andere als ein klarer Sieg der Baslerinnen eine Überraschung gewesen wäre. Die Taktik von Congeli war klar, so lange als möglich eine gute Falle machen und möglichst lange kein Tor bekommen. Die Vereinsabkürzung von Congeli FCC - da hätte man das letzte C auch in Chelsea umbenennen können. Hinten rein stehen und vielleicht mal auf einen Konter lauern.

Doch das mit dem "möglichst lange kein Tor bekommen", diese Rechnung ging leider nicht auf. Bereits in der 2. Minute trat Frangoulis einen Eckball für die Baslerinnen und Captain Kerstin Boschert hatte keine Mühe, unbedrängt und überdies noch wunderschön in die linke obere Torecke zu köpfeln. Eine gewisse Nervosität seitens der Unterklassigen war denn in den Anfangsminuten auch zu spüren. Der FCB schlug ein schnelles Tempo an. Bangerter, Kälin und Frangoulis spielten über die Seiten Katz&Maus mit ihren Gegnerinnen. Bangerter (15.) und Kälin (22.) münzten ihre offensichtlichen Vorteile in der Schnelligkeit dann auch früh in Tore um. Und nach einer halben Stunde war die Sache denn auch schon gelaufen - der FCB führte bereits mit 6:0. Doch Congeli wehrte sich mit allen Mitteln, die ihnen als Zweitligist zur Verfügung standen. Die einzige halbe Torchance hatte Congeli durch einen Kopfball von Wiederkehr nach einem Eckball in der 36. Minute. Und wenn es Congeli doch einmal mit einer offensiven Aktion versuchte, waren Hügin oder Boschert immer Endstation. Stein sorgte mit einem satten Schuss in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit für den 7:0-Pausenstand. Danach hiess es vor allem für Congeli: durch schnaufen!

Beat Naldi wechselte in der Pause mit Céline Borer, Sina Garcia und Laura di Bella gleich drei ehemalige U18-Spielerinnen ein, die munter dort anknüpften, was der FCB in der ersten Hälfte zeigte. Doch Congeli tat der Pausentee anscheinend gut. Die Blau-Weissen unterbanden viele Angriffe des FCB schon früh und versuchten selber, den Ball in den eigenen Reihen zu halten. "Wir haben nach der Pause nicht unbedingt einen Gang runter geschaltet", gab Beat Naldi nach der Partie zu. Es war eher so, dass Congeli sich besser im Spiel zu Recht fand und besser stand. In der Defensive hatte die Abwehr um Canetti, Sigl und Fuchs zwar alle Hände voll zu tun, aber doch ein Tor gelang dem Goliath lange Zeit nicht. Sina Autino, die an Stelle von Jennifer Oehrli spielte und ihren ersten Pflichtspieleinsatz dieser Saison im FCB-Dress absolvierte, verbrachte einen äusserst ruhigen Nachmittag. Doch die wenigen Rückpässe oder Abstösse, die sie zu verrichten hatte, erledigte sie souverän. Dies konnte man zumindest den positiven Zurufen ihrer Goalietrainerin Marisa Brunner entnehmen. Es dauerte bis zur 71. Minute, ehe Degen im Tor von Congeli wieder einmal hinter sich greifen musste. Betschart wurde mustergültig in die Tiefe lanciert und brachte den Ball im zweiten Anlauf im Tor zum 8:0 unter. Das Zweitletzte Tor der Baslerinnen war das Schönste des Tages: Stein zirkelte einen Freistoss ins linke obere Toreck. Und auch die Jüngste auf dem Platz, die erst 15-jährige Seraina Zwick, machte das "Stängeli" perfekt. Dass sie eventuell im Abseits stand, nur eine Randnotiz und auch nicht weiter schlimm.

Congeli durfte mit erhobenem Haupt den Platz verlassen. Sie hatten nichts zu verlieren, und haben auch nach dieser 0:10-Niederlage nichts verloren. Sie haben sich gegen das übermächtige NLA-Team wacker gewehrt und ein bisschen oberklassige Luft schnuppern können. Die Stimmung auf dem Platz war denn auch nicht verbissen, sondern freundschaftlich und fair. So gesehen gab es im Stadtbasler Derby eigentlich zwei Sieger. (sd)

 

SC Blustavia Solothurn - FC Concordia Basel 0:2 (0:2)

Es war eine äusserst klare Angelegenheit am vergangenen Sonntag in Solothurn. Gefühlte 90 Prozent Ballbesitz für die Gäste aus Basel, eine erdrückende Feldüberlegenheit, spielerisch schöne Kombinationen - aber trotzdem wenig gefährliche Torszenen. Die Congeli-Frauen gewannen trotzdem hochverdient mit 2:0 gegen die Aufsteigerinnen von Blustavia Solothurn.   Die Geschichte ist eigentlich schnell erzählt: Es brauchte zum Ende der 1. Halbzeit zwei Standardsituationen, die Congeli auf die Siegesstrasse brachte. In der 36. Minute reagierte Wiederkehr nach einem Eckball im Gewühl am schnellsten und spedierte den Ball über die Linie. Eine Minute vor dem Pausenpfiff die fast identische Situation, nur mit einem etwas schöneren Abschluss. Per Volley traf Wiederkehr - erneut nach einem Eckball - zum 2:0-Pausenstand. In den vorigen 43 Minuten verriegelte Blustavia ihren Strafraum mit bis zu acht Spielerinnen, es war irgendwie wie Chelsea gegen Barcelona. Congeli kombinierte mit der nötigen Ruhe am Ball und kam eigentlich bei jedem Angriffsversuch bis vor den Strafraum. Nur standen dann da die Gelb-Schwarzen wie eine Wand, eine Lücke zu finden war schwierig. Greber, Atesli, Wiederkehr, Elia und auch Hubmann versuchten es darum mit Weitschüssen - vergebens. Die eingewechselte Allemann brachte nach einer halben Stunde nochmals Schwung in die offensiven Bemühungen. Wiederkehr bereitete dann mit ihren zwei Treffern dem Basler Geduldsspiel ein Ende.   Nach der Pause ein ähnliches Bild. Congeli liess den Ball durch die eigenen Reihen laufen, doch der entscheidende Pass kam selten oder es fehlte die zündende Idee, wie die Solothurner Abwehr zu knacken war. Die beste Chance in der zweiten Hälfte hatte Greber, als sie eine Hereingabe vor dem Tor knapp verpasste. Blustavia verteidigte immer noch eisern, versuchte aber die auftauchenden Konzentrationsschwächen oder Ungenauigkeiten der Baslerinnen mit langen Bällen in die Spitze auszunützen. Da hatten sie aber die Rechnung ohne die gut formierte Congeli-Abwehr gemacht. In der Mitte liessen Canetti und Manera, auf der Seite Sigl sowie Imhof und Sprunger, nie etwas anbrennen. Nicht mal ein Funke konnte seitens der Solothurnerinnen gezündet werden. So bescherten die zehn Feldspielerinnen ihrem Goalie einen äusserst ruhigen Nachmittag. Degen hatte nicht einen Ball zu halten, durfte aber ab und an einen Rückpass entgegen nehmen, so dass ihr nicht ganz langweilig wurde.   Congeli gewann verdient, wenn auch das Skore aufgrund der Überlegenheit durchaus höher hätte ausfallen können oder auch sollen. Die Kaltblütigkeit vor dem Tor muss noch besser werden und die Baslerinnen dürften in gewissen Situationen auch mehr Eigeninitiative und Mut vor dem Strafraum zeigen. Aber die Hauptsache ist, dass Congeli die Tabelle Verlustpunktlos und noch ohne Gegentor anführt. Am Sonntag wartet das erste Highlight auf die Baslerinnen: Als Baslercupsiegerinnen stehen sie in der 1. Hauptrunde des Schweizer Cups den NLA-Frauen des FC Basel gegenüber. Dass die Gegentor-Quote weiterhin Bestand hält, bleibt fraglich. Doch wie man eisern seinen Strafraum verteidigt, da haben die Baslerinnen gegen Blustavia am Sonntag genügend Anschauungsunterricht erhalten. Anpfiff FC Concordia Basel - FC Basel Frauen (NLA) ist um 15:00 Uhr auf den St. Jakob Sportanlagen. sd

 

Kantersieg bei brütender Hitze

Das zweitletzte Tor war das Schönste des Tages: Aus rund 20 Metern schoss Maria Allemann den Ball in die rechte obere Torecke. Es lief bereits die 81. Minute und es war der Treffer, den das 'Stängeli' für die Baslerinnen komplett machte. Fünf Minuten später traf dann Gonzaga noch zum 11:0-Endstand. Der etwas bemitleidenswerte Gegner Turgi, der Aufsteiger aus dem Aargau, hatte am Ende nicht mal mehr genügend Kraft für einen richtigen Händedruck. Gratulieren taten sie Congeli trotzdem. "Es sei hart, so in die Saison zu starten", meinte der Turgi-Trainer. "Unsere Torhüterin kam direkt aus den Ferien und auch sonst fehlten uns wichtige Spielerinnen". Trotzdem anerkannte er neidlos die überzeugende Leistung der Baslerinnen. Was seine anderen Spielerinnen gegen das stark aufspielende Congeli indes noch hätten ausrichten können, bleibt fraglich.Bei brütender Hitze auf dem Ausweichplatz Pfaffenholz - der Thermometer zeigte irgendwas zwischen 36 und 41 Grad Celsius an - dominierten die Baslerinnen die Partie von der ersten Minute an. Nach nicht einmal 15 Minuten stand es bereits vorentscheidend 3:0 (3. Gonzaga, 7. Allemann, 13. Wiederkehr). Bei Turgi wusste - und das muss an dieser Stelle leider so geschrieben werden - nur die Nummer 10 richtig etwas mit dem Ball anfangen. Sie setzte einen ersten harmlosen Schuss in der 16. Minute aber am Tor vorbei. In der Folge erhöhte das Heimteam bis zur Pause auf 7:0 (24. Greber nach Eckball Allemann, 39. Greber zum Zweiten, 43. Wiederkehr, 45. nochmals Greber). Die einzige wirkliche Turgi-Chance hatte ebendiese Nummer 10 in der 26. Minute. Sie sah den Schuss aber von Degen pariert.Statt bei der fast unzumutbaren Hitze das Resultat in der zweiten Hälfte zu verwalten, spielte Congeli munter weiter. Es dauerte aber doch bis in die 64. Minute, als Greber ihr viertes persönliches Tor schoss. In den Minuten zuvor gab es zwei drei Aufreger in der Basler Defensive, die aber alle ausgebügelt werden konnten. Einmal hätte es hinter Degen trotzdem einschlagen können, als wiederum die Nummer 10 sich mit dem Ball am Fuss durchtankte und den Ball knapp neben das Tor setzte. Doch Congeli fing sich auf und unterband diese Aussetzer in der Folge. Sprunger reihte sich dann (9:0, 78.) auch noch in die Torschützenliste ein. Allemann und Gonzaga waren wie beschrieben für den Endstand besorgt.
Die Baslerinnen dürfen stolz sein auf ihre Leistung, dürfen sich aber vom hohen Resultat nicht blenden lassen. Es muss in den kommenden Spielen in gewissen Situationen wieder einfacher gespielt werden, und je nach Situation auch genauer. Dies möchten die Baslerinnen am Liebsten gleich im zweiten Meisterschaftsspiel tun, wenn sie am Sonntag, 26. August um 13:00 Uhr auswärts gegen den SC Blustavia spielen. Die Solothurnerinnen sind auch aufgestiegen - aber das muss überhaupt nichts heissen. sd

 

Congeli-Frauen: Gelungene Vorbereitung - in einer Woche ist Saisonstart!

Die Congeli-Frauen befinden sich seit drei Wochen in der Vorbereitung auf die neue Saison. Auch in der neuen Spielzeit steht mit Alessandro Mastroianni jener Mann an der Seitenlinie, dem die Frauen im letzten Jahr so Einiges zu verdanken haben. Mit Elli Trachsel als Teammanagerin und Goalietrainerin in Personalunion weiss der Trainer eine wichtige Stütze an seiner Seite. Das Team hat keine grossen Veränderungen erfahren. Gewichtige Abgänge gab es keine, dafür eine sehnlichst erwartete Rückkehr (Anja Sigl welcome back) und wichtige Zuzüge. Mit Jülide Atesli wechselt eine Spielerin vom FC Basel U18 zu Congeli und Sabrina Imhof versucht nach einer überstandenen Verletzung ihr Glück in Blau-Weiss.

 

Turniersieg an den Internationalen Women Soccer Games in Worb am 5. und 6. August!

Nach zwei Wochen hartem Training wartete der erste Prüfstein in Worb auf die Ladies. An den Women Soccer Games, organisiert von den Femina Kickers, stand eine erste Standortbestimmung auf dem Programm. In den Gruppenspielen dominierten die Baslerinnen alle ihre Partien gegen Murten (2:0), Femina Kickers U16 (2:0), Schattdorf (1:0) und Engelberg (4:0). Die Vorrundenspiele überstanden sie sogar ohne Gegentore. Erst im Final am Sonntag zappelte das Netz, als die Femina Kickers (2.Liga) zum 1:0 trafen. Das war der Weckruf: Congeli drehte das Spiel und siegte verdientermassen mit 2:1 und durfte den Pokal mit nach Basel nehmen, wo er im Sekretariat einen ehrenvollen Platz erhalten hat. Nach den Spielen am Samstag zog es die Ladies nach Bern. Aber nicht etwa in die Disco, sondern ins Stadion Neufeld. Sie sahen sich die NLA-Frauen-Partie YB-GC an. DIe erste Standortbestimmung war also geglückt und erfolgreich.

 

1:4-Niederlage gegen FC Blue Stars Zürich

Eine Woche nach dem Turnier in Worb - und nach drei intensiven Trainingseinheiten reisten die Congeli-Frauen am 11. August nach Zürich. Auf den Sportanlagen Hardhof stand ein Testspiel gegen den 1. Ligisten Blue Stars an. Bei heissen Temperaturen und Sonnenschein ohne Ende war man in den Reihen der Baslerinnen gespannt, wie man gegen den eine Liga höher klassierten Gegner mithalten kann. 15 Spielerinnen standen im Aufgebot. Alessandro Mastroianni hatte also genügend Wechsel-Möglichkeiten und viel Raum zum ausprobieren.

Das Spiel begann auf beiden Seiten abwartend. Beide Teams liessen den Ball in den eigenen Reihen laufen, ohne gross etwas zu riskieren. Mit der ersten Chance nach knapp 20 Minuten ging das Heimteam in Führung. Ein schöner Weitschuss in die weite Ecke führte zum Erfolg. Die zweiten rund 25 Minuten der ersten Halbzeit war dann eher in den Händen der Gäste. Congeli kombinierte, agierte sicher und lancierte vielversprechende Angriffe. Die besten beiden Möglichkeiten auf den Ausgleich hatten Wiederkehr und Vincenz. Letztere stürmte alleine auf die Torhüterin zu, konnte den Ball aber nicht im Tor unterbringen.

Nach dem Pausentee und einem nötigen Aufenthalt im Schatten ging es in die zweite Halbzeit. Auch dort konnte Congeli gut mit dem 1. Ligisten mithalten. Aber in der Offensive, im Abschluss agierten die Baslerinnen zu umständlich und zu wenig kaltblütig. Ganz im Gegenteil Blue Stars. Die Stürmerinnen waren wirblig und mutig. Mit zwei satten platzierten Schüssen erhöhten sie nach 65 Minuten auf 3:0. Nach einer schönen Aktion, als Atesli mustergültig Wiederkehr bediente, verkürzte Congeli auf 1:3. Mit dem Schlusspfiff fiel dann noch das 4:1. Congeli war im letzten Test vor dem Meisterschaftsstart keineswegs das schlechtere Team und hielt gut mit dem 1. Ligisten mit. Doch der grosse Unterschied war, dass Blue Stars im Abschluss nicht lange fackelte und mit drei drei platzierten Weitschüssen das Spiel letztlich auch entschied. Davon können sich die Congeli-Ladies für die Zukunft noch eine Scheibe abschneiden.

Die Ladies starten am kommenden Sonntag, 19. August 2012 zuhause gegen Aufsteiger Turgi in die Meisterschaft. Anpfiff ist um 15:00 Uhr auf den Sportanlagen St. Jakob. Allez!

 

29.05.2012 Congeli-Attiswil 6:0