Es war untypisch für ein Startspiel, was sich auf dem auf diese Saison hin neu renovierten Buschweilerhof abspielte. Gerade mal 13 Minuten dauerte das übliche vorsichtige Abtasten und Mittelfeldgeplänkel, ehe Alessandro De Colle eine Unachtsamkeit in der Black-Abwehr auszunutzen und den Aufsteiger in Führung zu bringen vermochten. Damit nahm die Partie Fahrt auf, denn der Gastgeber war nun zu einer Reaktion gezwungen.

Platzverweis für den Torhüter

Diese liess auch nicht lange auf sich warten. Der äusserst agile Stürmer Mickaël Feghoul sorgte zunächst für den Ausgleich und wenig später in einer Szene mit entscheidendem Charakter dafür, dass seinem Team ein Elfmeter zugesprochen und der FC Concordia dezimiert wurde: Der vom FC Saint-Louis neu verpflichtete Franzose zog alleine auf FCC-Hüter Florian Stocker los und wurde von diesem im Strafraum von den Beinen gelegt.

Stocker wurde des Feldes verwiesen und Seyfettin Kalayci verwandelte souverän. Congeli-Trainer Peter Schädler indes fand die rote Karte diskutabel: «Feghoul läuft vom Tor weg, insofern hätte es auch die gelbe Karte getan». Seine Spieler liessen sich durch diesen herben Schlag aber nicht aus dem Konzept bringen. Im Gegenteil: Innenverteidiger Basil Gygax sorgte nur vier Minuten später per Kopf nach einem Freistoss für den erneuten Ausgleich.

Entscheidung in der zweiten Hälfte

Nach dem Seitenwechsel machte sich die numerische Überlegenheit der Black Stars allerdings bemerkbar. Die Schwarz-Weissen diktierten die Gangart und erarbeiteten sich einige hochkarätige Torchancen. Feghoul kurz nach der Pause sowie sein ebenfalls auf diese Saison hin (vom SC Dornach) neu verpflichteter Sturmpartner Marc Troller kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit nutzten denn auch zwei dieser Möglichkeiten zum alles in Allem verdienten 4:2-Sieg.

Positive Töne aus beiden Lagern

Black-Trainer Samir Tabakovic zeigte sich denn auch zufrieden mit dem Auftritt seiner Equipe: «Ein Startsieg ist immer wichtig, wir haben gut gespielt, müssen aber auch noch einiges verbessern». Nicht viel anders fiel das Fazit seines Pendants Schädler aus: «Ich kann der Mannschaft keinen grossen Vorwurf machen. Wir sind aber logischerweise auch noch nicht da, wo wir sein möchten. Es braucht einfach noch etwas Zeit, bis gewisse taktische Elemente funktionieren.» Und auch Torschütze Gygax pflichtete seinem Trainer bei: «Unser Wille war vorhanden. Wir haben auch in Unterzahl nicht aufgesteckt. Gewisse Automatismen müssen aber noch gefunden werden».