Während Hakan Yakin im Anschluss an den «Yakin & Yakin-Cup» mit seinen Kindern Fussball spielte und Murat sich in der Beiz eine Cola gönnte, musste das Fanionteam von Concordia ein letztes Mal in dieser langen Saison Gas geben. «Es war vor diesem Cupspiel sicherlich kein Vorteil, dass wir die letzten paar Wochen um die goldene Ananas spielten», stellte Congeli-Trainer Peter Schädler fest. Genau einen Monat ist es her, als bekannt wurde, dass die Blauweissen aufgrund der Fusion von Xamax und Serrières in die 1. Liga Classic aufsteigen würden. Mit Uster empfing das Heimteam in dieser letzten von drei Cup-Qualifikationsrunden der 2.-Liga-inter-Teams einen defensiv gut organisierten Gegner.

45 Minuten in Unterzahl

Trainer Peter Schädler verzichtete im Hinblick auf die neue Saison bewusst auf die Mehrheit der abtretenden Spieler. Dies wirkte sich teilweise aufs Spiel aus, denn Concordia spielte gewohnt mit viel Ballbesitz, aber wirklich gefährlich wurde es nie. In der zweiten Halbzeit erhöhte Congeli das Tempo. «Das hat der Trainer von uns in der Pause gefordert», erklärt Goalie Dersu Heri. Und prompt erzielte Yannick Rahmen nach gutem Zuspiel von Marco Ammann das 1:0. «Doch dann haben wir das 2:0 verpasst und Uster kam besser ins Spiel», sagt Heri. Der Ausgleich folgte knapp 20 Minuten später, durch einen harzigen Sololauf von Grüter, bei dem die Congeli-Abwehr schwach aussah. Noch unglücklicher wirkte Cyrill Gloor fünf Minuten später: Nach einem Rempler konnte er sich nicht zurückhalten und beschimpfte den Gegenspieler lauthals. Dafür sah er direkt rot und dies in seinem letzten Congeli-Spiel vor seinem Wechsel zu Aesch.

Ein Sieg als Abschiedsgeschenk

Dank dem Willen und auch wegen der Einwechslung von Mittelfeldmotor Patrick Zenhäusern blieb das Spiel dennoch ausgeglichen und im Elfmeterschiessen avancierte Dersu Heri – in seinem ebenfalls letzten Spiel für Congeli – mit zwei parierten Penaltys zum Helden. «Ein gutes Gefühl zum Abschluss dieser zwei Jahre.»

Wie die nächste Saison bei Concordia aussehen wird, ist relativ unklar. Die Vereinsführung scheut es bisher, Neuverpflichtungen bekannt zu geben, obwohl beispielsweise von Spielern wie Florian Stocker und Basil Gygax (beide Old Boys) weitgehend bekannt ist, dass sie nächstes Jahr Blau-Weiss tragen werden. Viele Spieler treten aufgrund der Ausbildung kürzer.