«Leider konnten wir diese Zweitore-Führung nicht länger halten. Ich bin sicher, Biel wäre sehr nervös geworden, wenn wir diesen Vorsprung bis zur Pause verwaltet hätten», sagte Concordia-Trainer Peter Schädler nach der Partie. Es war Nico Siegrist, der sich einst bei Luzern vergeblich in der Super League versucht hatte, der die Seeländer nach einer feinen Einzelleistung ins Spiel zurückbrachte. Und weil der Franzose Norman Peyretti - ähnlich wie Koc zuvor - mit einem satten Weitschuss aus 25 Metern erfolgreich war, hatte der Oberklassige innert elf Minuten den Ausgleich geschafft.

Kein Trübsalblasen

Zumindest in der Vorwärtsbewegung wusste Concordia zu gefallen. In Basler Reihen hat es mit Nico Thüring, Besart Xhema, Dominic Castelli und Martin Kottmann einige Akteure, die mit dem Ball umgehen können und einen gepflegten Aufbau garantieren. In der Abwehr hingegen hat der Erstligist noch Luft nach oben, «wobei man nicht vergessen darf, dass wir gegen einen Klub aus der Challenge League gespielt haben», sagte Neuzuzug Basil Gygax, der gleich die Captain-Binde trug. «Uns war trotz der schnellen 2:0-Führung bewusst, dass Biel nicht derart lethargisch über die ganze Spieldauer auftreten würde.

Heikle Szenen

Sie mussten reagieren - und haben es auch getan», fügte der ehemalige Old-Boys-Spieler hinzu. Kurz nach Wiederbeginn erzielte Pietro Di Nardo die Bieler Führung, man spürte, dass dies bereits die Vorentscheidung war. Wohl monierten die Basler in der 70. Minute ein Handspiel von Biel-Verteidiger Fabio De Feo im Strafraum, die Gäste wiederum hatten in der ersten Halbzeit zwei Vergehen im Concordia-Sechzehner ausgemacht. Zu sagen ist, dass Fifa-Ref Adrien Jacottet aus Basel ein guter Spielleiter war.

Kurz vor Schluss fiel das 2:4. FCC-Trainer Schädler gewann der Begegnung auch Positives ab: «Trotz der Niederlage bringt uns dieses Spiel einen Schritt weiter. Wir konnten letzte Woche im taktischen Bereich viel machen. Ich bin sicher, dass wir in der Meisterschaft zu Punkten kommen.» Im Team der Gäste war der Basler und Ex-Concordia-Junior Giuseppe Morello einer der Aktivposten, doch im Abschluss wollte dem Lehrer nichts Zählbares gelingen.