Die Ausgangslage war für die Laufentaler klar. Es brauchte einen Sieg gegen Concordia und eine Niederlage Bassecourts gegen Absteiger Wacker Grenchen. Nur hatte bis auf Laufens Geschäftsführer Niederberger kaum jemand Notiz von einem Schreiben des Fussballverbandes genommen, welches den Vereinen am Mittwoch zugestellt und am Freitag auf die Website gestellt wurde.

Der Walliser 2.-Liga-Gruppensieger Savièse verzichtet auf einen Aufstieg, sodass auch der zweitbeste Drittletzte oben bleibe. In der 37. Minute interessierte dies alles im Nau niemanden mehr. Ammann hatte eben das 2:1 für die Stadtbasler erzielt. Doch die Laufner Spieler wollten nicht als Verlierer absteigen. Vor allem der Franzose Olivier Boumelaha schien sich wohl bei den Gästen für einen Vertrag empfehlen zu wollen.

Erneuter Partykiller

In der Pause gab es einen erneuten Partykiller, als die Kunde vom 3:1 Bassecourts die Runde machte. Bassecourt, dessen Trainer Philipp Rossinelli vor Wochen einen Vertrag mit dem FC Laufen unterschrieb. Als Fontana zum 5:2 einschob, war zumindest der Abschluss einer mehr als beachtlichen zweiten Saisonhälfte mit 23 Punkten gelungen. Es folgte eine schöne Szene. Die gesamte Equipe eilte zu ihrem ex-Trainer Ahmeti und applaudierte ihm. Derweil Kultspeaker Hörbi mit belegter Stimme den Abstieg verkündete, da Bassecourt 5:2 gewann.

Aegeri patzt in letzter Minute

Sekunden später jubelten Laufens Spieler, als hätten sie eben die Champions League gewonnen. Concordias Spieler wie auch Junioren von Laufen und Allschwil, welche zu ihrem Einsatz bereitstanden, verstanden die Welt nicht mehr. Bejubelt da ein Team seinen Abstieg? Fakt aber war: Emmenbrücke hatte in Aegeri in der 90. Minute zum 2:2 ausgeglichen und damit Laufen statt Aegeri als zweitbestem Drittletzten den Ligaerhalt gesichert. Wenn nicht noch ein juristisches Nachspiel folgt, bleibt Laufen eine weitere Saison in der interregionalen Saison und auch Birsfelden darf jubeln.

Kein Geschenk vom Gast

Concordias Trainer Peter Schädler versicherte, dass man Laufen kein Geschenk machen wollte. Man sei leer, denn nach dem Erreichen des Aufstieges «hat die Konzentration etwas gelitten.»Es war ein fairer Fight, Castelli verzichtete gegen seinen früheren Klub auf Torjubel und der scheidende Goalie Heri wurde ausgewechselt. Etwas mehr Punch brachte Gloor, der aus der ersten Mannschaft zurücktritt. Auch Zenhäusern sei auf dem Absprung. Bei Laufen wurden Sinani (Dornach), Tillessen (Liestal), Chbicheb und Frrokaj verabschiedet. Das Kader stehe grösstenteils bereits, meint Niederberger. Ob Boumelaha bleibt ist fraglich. Ihm liegen bereits drei Angebote auf dem Tisch.